ORGANIC

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Naturfasern

Die atmungsaktiven Naturfasern können organischen (pflanzlichen oder tierischen) oder anorganischen (mineralischen) Ursprungs sein. Sie sind biologisch abbaubar und sowohl ökologisch als auch gesundheitlich unbedenklich.

Baumwolle:

Baumwolle gehört zu der Pflanzengattung tropischer Malvengewächse. Aus ihren Blüten reifen Früchte heran, die später aufplatzen und eine Art "Watte" hervorbringen, welche zu Garn versponnen wird. Baumwolle ist sehr leicht und saugfähig. Sie kann in ihren innen liegenden Hohlräumen bis zu 20 Prozent des Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen und reguliert wieder nach außen abgeben. Wir dürfen unsere Baumwoll-Artikel mit dem "PETA-Approved-Vegan" Label kennzeichnen, da sie vollig ohne tierische Anteile gefertigt wurden.

Schafswolle/Schurwolle:

Schafwollfasern enthalten kleine Luftpolster, welche für hohes Isolationsvermögen und natürlichen Temperaturausgleich sorgen. Körperwärme wird reflektiert und entweicht nur geringfügig, weshalb Schafswolle so gut wärmt. Sie ist elastisch, atmungsaktiv und sehr saugfähig, denn sie kann bis zu 33 Prozent ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen ohne sich feucht oder kalt anzufühlen. Die Oberfläche ist wasser- und schmutzabweisend. Zur Gewinnung unserer peruanischen Schafwolle werden die Tiere ein bis zwei Mal pro Jahr von Hand, gewalt- und mulesingfrei* geschoren. *Mulesing = Schmerzhafte Maßnahme zum Schutz gegen Fliegen, die es in Südamerika glücklicherweise nicht gibt.

Alpakawolle:

Alpakas sind mit Lamas verwandt und leben über 3500 Meter hoch in den südamerikanischen Anden. Dort herrschen extreme Temperaturen zwischen minus und plus 25 Grad Celsius, an die sich die Tiere über viele Jahrhundete anpassen mussten. So hat sich ihr sehr warmes, weiches und leichtes Fell entwickelt. Die Fasern sind 3-4 mal dünner als das menschliche Haar und sehr elastisch. Sie haben innenliegende Hohlräume, welche für ein hohes Isolationsvermögen und einen natürlichen Temperaturausgleich sorgen. Wolle aus Alpaka-Haar kann bis zu 30 Prozent des Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen und wieder nach außen abgeben. Sie ist geruchsunempfindlich, hat eine antibakterielle Wirkung und eine fein glänzende Oberfläche. Alpakas werden von ihren Hirten nur alle zwei Jahre geschoren, wodurch Wolle für etwa einen Pullover pro Jahr und Tier gewonnen wird.

Kaschmirwolle:

Kaschmir-Ziegen leben in sehr hohen Regionen des Himalayas. Dort herrscht ein raues und kaltes Klima, an das sich die Tiere angepassen mussten, um zu überleben. Dabei haben die Bergziegen ein sehr warmes, weiches, leichtes und flauschiges Flaumhaar entwicklet, das 6 mal feiner ist als das menschliche Haar. Im Frühjahr werden die Tiere mit groben Holzkämmen gekämmt (nicht gescheert). Dabei liefert eine Ziege 100 bis 200 Gramm dieses wertvollen Flaumhaares pro Jahr. Etwa 500 bis 1000 Gramm davon werden beispielsweise für einen Kaschmir-Pullover benötigt.

Abgrenzung

Chemie- bzw. Kunstfasern wie z.B. Nylon / Polyamid, Polyester, Acryl und Elasten sind nicht atmungsaktiv und nicht biologisch abbaubar. Sie werden synthetisch, aus nicht erneuerbaren Rostoffen wie Kohle, Erdöl oder Erdgas hergestellt. Bei jedem Waschgang gelangt Mikroplastik in das Abwasser und von dort in offene Gewässer.

Viskose, Modal oder Lyocell sind atmungsaktive, chemisch aufgearbeitete Cellulosefasern natürlichen Ursprungs (z.B. aus Holz). Bei der Herstellung kommen ungesunde, umweltschädliche und hochentzündliche Stoffe, wie Schwefelwasserstoff und Schwefelkohlenstoff zum Einsatz.